HauptseiteProjekteDiplomarbeiten → 96 kHz contra 48 kHz

Fazit

Aus der klangästhetischen Sicht des Tonmeisters können wir anhand unserer Testergebnisse die These aufstellen, dass durch die Erweiterung des Übertragungsbereiches bis zu 48 kHz und die dadurch erreichbare deutlich feinere Zeitstruktur des 96 kHz-Signals keine hörbar positiven Einflüsse auf den Klang des digitalisierten Signals erzielt werden. Wir konnten keine qualitativen Verbesserungen feststellen, die mit einer Abtastratenerhöhung einhergehen. Vielmehr läßt sich eine Rangfolge der getesteten Wandler nach deren Rauschabstand feststellen. Wir glauben daher, dass ein großer Rauschabstand, der stark von der Qualität der analogen Schaltung abhängt, für eine saubere Digitalisierung sehr viel ausschlaggebender ist als eine Wandlung mit 96 kHz.

Die gut ausgewählte Positionierung und die Wahl eines geeigneten Mikrofons haben einen größeren Einfluss auf das klangästhetische Bild einer Aufnahme als die Wahl verschiedener Abtastraten.

Nach den bisher aufgeführten Argumenten ist eine Erhöhung der Abtastrate anscheinend nicht nötig. Es ist eine andere Frage, ob sich eventuell in der folgenden Audio-Nachbearbeitung durch höhere Abtastraten hörbare Verbesserungen erzielen lassen. Hier seien zum Beispiel nur die Bereiche Restauration, Editing und Mastering genannt. Hierfür müssen gezielt neue Versuche durchgeführt werden.

Wir werden auf der diesjährigen Tonmeistertagung neben weiteren Hörtests zu unserem zweiten Versuch voraussichtlich auch weiterführende Tests zur Audio-Nachbearbeitung anbieten, um auch in diesem Bereich verläßliche Aussagen treffen zu können.

Wir hoffen, mit dieser Arbeit einen objektiven Beitrag zur momentanen Diskussion um die klanglichen Unterschiede verschiedener Abtastraten geleistet und eventuell zur Klärung der einen oder anderen offenen Frage beigetragen zu haben.


Wir bedanken uns bei allen Personen und Firmen dafür, dass sie uns freundlicherweise mit den Leihgaben der für den Test benötigten Geräte unterstützt haben. Hierbei sind besonders zu nennen (in der Reihenfolge der Verwendung der Geräte im Versuchsaufbau):

Unser Dank gilt in ganz besonderem Maße den Musikern, die sich bereit erklärt haben, uns mit der Darbietung der Musikbeispiele zu unterstützen. Außerdem danken wir den Hausmeistern der Musikhochschule, die wie immer sehr kooperativ auf unsere Wünsche eingegangen sind. Dem Fachbereich 3 der Musikhochschule Detmold danken wir für die freundliche Unterstützung. Und nicht zuletzt möchten wir uns bei allen Testkandidaten bedanken, die so zahlreich und ausdauernd an unseren Versuchen teilgenommen haben.

Diese Diplomarbeit hätte ohne die Mithilfe dieser genannten Personen nicht entstehen können.



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