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Versuchsbeschreibung

1. Versuch

Verglichen wurden bei jedem Testdurchgang bis zu sechs verschiedene Versuchspaare, die entweder aus dem analogen Referenz-Signal und einem der ADDA-Wandler oder aus zwei verschiedenen ADDA-Wandlern bestanden. Bei der Darbietung der Hörsignale wurde folgendermaßen verfahren:

Die Testhörer bekamen jedes Signal 1,5 Minuten zum Kennenlernen vorgespielt. Danach wurden beide Signale im Wechsel jeweils viermal in einem kürzeren Abschnitt von ca. 15 Sekunden dargeboten. Nach diesen insgesamt fünf Vergleichsmöglichkeiten hatten die Hörer Zeit, um Ihren Bewertungsbogen auszufüllen. Anschließend wurden weitere vier Vergleichsmöglichkeiten angeboten, um die Bewertungen zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren. Danach begann die sogenannte Verifizierungsphase. Dabei haben wir die beiden kurzen Testsignale jeweils einmal vorgespielt. Dem folgte sofort noch einmal eines der beiden Signale, welches die Testhörer selbständig zuordnen mußten. Dadurch konnten wir feststellen, ob tatsächlich eine nachvollziehbare Unterscheidbarkeit bei den Signalen vorgelegen hat. Dieser Verifizierungsvorgang wurde noch ein zweites Mal wiederholt. In beiden aufeinanderfolgenden Verifizierungen waren unterschiedliche Signale möglich.

Als Testsignale verwendeten wir Musikbeispiele mit Klarinette, Kontrabass, Xylophon, Glockenspiel und Diskflügel.

Die Musikbeispiele der Musiker bzw. des Yamaha-Diskflügels wurden mit zwei Mikrofonen des Typs Schoeps MK2H in AB-Aufstellung in 2-Spur Technik abgenommen, um ein klangbeeinflussendes Mischpult zu umgehen. Die Mikrofonsignale wurden mit einem Millennia HV-3 Mikrofonvorverstärker auf Line-Niveau angehoben und über ein 50 m langes, niederkapazitives Kabel vom Typ Belden 46349 in das Erich-Thienhaus-Institut übertragen, in dessen Räumen die Hörtests durchgeführt wurden.

Im Maschinenraum wurde mit Hilfe eines speziellen Schalters das Signal auf zwei mögliche Bearbeitungsstrecken verteilt, die uns das Einschleifen der verschiedenen ADDA-Wandler mit 48 kHz und 96 kHz Samplingfrequenz bzw. das direkte Durchschleifen des analogen Signals gestatteten. Somit wurde ein Vergleich von zwei verschiedenen Wandlern oder einem Wandler und der analogen Referenz möglich. Über eine Bryston BP-25 Vorstufe gelangte das Signal zu den AVM Monoendstufen M3 und zu den fünf Kopfhörern vom Typ Stax Lambda Pro, die ohne die signalbeeinträchtigenden Filter der Diffusfeldentzerrung eingesetzt wurden.


Im akustisch optimierten Abhörraum standen als Abhörlautsprecher mit einer Basisbreite von 2 m die Manger-Zeroboxen 108. Die Lautsprecher waren so ausgerichtet, dass sich der Kreuzungspunkt der Hauptabstrahlrichtung (Mittelsenkrechte) der Lautsprecher ca. 0,5 m vor den Abhörplätzen befand. Daraus resultierte eine etwas verbreiterte ideale Abhörfläche, die es uns gestattet hat, bei jedem Testdurchgang sechs Zuhörer in unserem Abhörraum zu plazieren.




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