Untersuchung zur Differenzierbarkeit digitaler Aufzeichnungsverfahren

Hörvergleich Direct Stream Digital (DSD) und High-Resolution-PCM (24bit/176,4kHz)
Dominik Blech und Min-Chi Yang (2003)

Grafik des Signalfluss Die in technischer und klanglicher Diskussion nicht immer einvernehmlich, sondern vielmehr sehr kontrovers verlaufende Koexistenz von derzeit zwei digitalen Aufzeichnungsverfahren, "Puls Code Modulation" (PCM) und "Direct Stream Digital" (DSD) brachte auch zwei Formate hervor: Die auf PCM basierende DVD-Audio und die auf einem 1-Bit-Signal mit 64-facher CD-Abtastrate (=2,8224 MHz) basierende Super Audio Compact Disc (SACD). Sowohl von Hersteller- als auch von Anwender- und Konsumentenseite werden hierbei immer wieder angeblich klangliche und dadurch deutlich wahrnehmbare Unterschiede herausgestellt. Welches der miteinander konkurrierenden Systeme sich langfristig durchsetzen wird, ist noch immer unklar.
Im Rahmen der vorliegenden Untersuchung soll mit Hilfe eines Hörtests eruiert werden, inwieweit Probanden bei einem ABX-Test einen Unterschied zwischen DSD und hochauflösendem PCM (176,4kHz/24Bit) wahrnehmen können. Schon an dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass sich im Laufe des Hörvergleichs immer deutlicher herauskristallisiert hat, wie wichtig ein Testverfahren in Form eines ABX-Doppel-Blindtests ist, da nur so – frei von Suggestion und unterbewusster Voreingenommenheit – gezeigt werden kann, was noch reproduzierbar wahrnehmbar ist – bekanntermaßen ist der Übergangsbereich zwischen auditiver Perzeption und Imagination sehr schmal.
Mit der Durchführung dieser Arbeit soll das bestehende Missverhältnis zwischen der umfangreichen theoretischen Datenlage und dem praktischen Nachweis anhand eines schon lange ausstehenden (offiziellen und den wissenschaftlichen Forderungen nach Reliabilität, Validität und Objektivität genügenden) Hörvergleichs verringert werden und hierzu ein objektiver und sachlicher Beitrag geleistet bzw. ein Anstoß für weitere (klangliche) Untersuchungen und Überlegungen gegeben werden.


zur Diplomarbeit

Die Diplomarbeit kann im PDF-Format angesehen werden. Auf Deutsch (mit Grafiken) und Englisch (AES-Paper) angesehen werden.

In der Presse wurde die Arbeit mit großem Interesse aufgenommen. Hier zwei Artikel aus der ProductionPartner (mit Interview) und FonoForum.

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